8-Spur-Ausbau Grauholz-Autobahn

8-Spur-Ausbau Grauholz-Autobahn
(«Fahrstreifenergänzung» Wankdorf – Schönbühl)

Beschreibung

Der Bund will die A1 zwischen dem Wankdorf-Anschluss und Schönbühl (5,7 km) beidseitig mit je einem Fahrstreifen ergänzen. Gleichzeitig würde das kurze A6 – Teilstück zwischen der Verzweigung Schönbühl und dem Anschluss Schönbühl ausgebaut. So stünden künftig auf der A1 in jeder Richtung 4 Spuren zur Verfügung, auf der A6 bis zum Anschluss Schönbühl 3 Spuren.

Die Rampen zwischen der A1 und der A6 müssten angepasst werden. Sämtliche Brücken an der A1 müssten ersetzt werden (mit Ausnahme des Worblentalviadukts und der Wildtierbrücke Grauholz). Auf der A1 wäre die Höchstgeschwindigkeit weiterhin 100 km/h, auf der A6 wie bisher 80 km/h. Auf weiten Strecken wären zudem Lärmschutz-Bauwerke vorgesehen. Anschliessend würde die A1 nördlich zwischen Schönbühl und Kirchberg von 4 auf 6 Spuren verbreitert.

Quelle: ASTRA

Kosten

Es wird mit Kosten von ca. 250 Mio. Franken geplant (siehe Botschaft Bundesrat vom 14.9.2018). Die Medienmitteilung vom 30.11.2018 zur Genehmigung des generellen Projekts durch den Bundesrat nennt Kosten von 474 Mio. Franken. Aber hier ist vermutlich der 6-Spur-Ausbau Schönbühl – Kirchberg mit eingerechnet (in der erwähnten Botschaft Bundesrat: 219 Mio. Franken).

Zeitplan

2021: Auflage des Ausführungsprojekts (mit Einsprache-Möglichkeit)

2027: Baubeginn. Anschliessend 6 Jahre Bauzeit

Nach Abschluss des 8-Spur-Ausbaus Wankdorf – Schönbühl könnte die Verbreiterung der A1 zwischen Schönbühl und Kirchberg von 4 auf 6 Spuren starten.


Kritik des Vereins Spurwechsel

Der 8-Spur-Ausbau der Grauholz-Autobahn ist ein massiver Kapazitätsausbau. Der Verein Spurwechsel unterstützt Korrekturen und Verbesserungen, lehnt aber grundsätzlich den Ausbau von Kapazitäten für den Motorfahrzeugverkehr ab.

Ein Ausbau auf einer Strecke von 5,7 km würde 12,1 Hektaren Land zubetonieren (Umweltverträglichkeitsbericht 2017), davon 2,5 Hektaren landwirtschaftlich wertvolle Fruchtfolgeflächen. Zusätzliche 10,2 Hektaren Fruchtfolgeflächen würden während der Bauzeit beansprucht. Dieser Kulturlandverlust ist ein zusätzlicher Grund für ein Nein zu diesem Ausbauprojekt.

Link auf Seite ASTRA: www.a1-bern-nord.ch/projekte/