Wankdorf-Muri Pannenstreifen-Umnutzung

Wankdorf-Muri Pannenstreifen-Umnutzung

Blick vom Schloss Melchenbühl Richtung Muri

Beschreibung

Das einzige der zahlreichen geplanten Autobahnprojekte in der Region Bern, das bis heute realisiert wurde. Mit der Pannenstreifen-Umnutzung (“PUN”) sind zwischen Bern-Wankdorf und Muri in Spitzenzeiten die Pannenstreifen als zusätzliche Verkehrsspuren nutzbar. Das soll den Verkehrsfluss verbessern und Staus vermeiden. Im Rahmen des Projekts wurden auch Brücken und Überführungen saniert, ein lärmarmer Belag eingebaut und Nothaltebuchten und zusätzliche Lärmschutzwände erstellt.

Bild 1: Funktionsweise PUN (Pannenstreifen als Fahrspur), mit Haltebucht (Quelle: ASTRA)

Kosten

Ca. 130 Millionen Franken 

Inbetriebnahme 

August 2024

Im September 2019 wies das Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde aus der Anwohnerschaft ab. 


Kritik des Vereins Spurwechsel: 

Die geplante PUN ist eine Verbreiterung der Autobahn. Es passen mehr Autos auf die gleiche Strecke. Das ASTRA erhofft sich davon, dass es weniger Staus gibt, nennt das aber nicht „Kapazitätserweiterung“ sondern „Verlängerung des Stauraums“. Wie auch immer man das benennt: Die Fahrbahn wird in Spitzenzeiten um eine Spur erweitert, und das zieht erfahrungsgemäss mehr Verkehr an. Zudem finden wir eine Autobahn ohne Pannenstreifen ein Sicherheitsrisiko! Bis Fahrzeuge bei Pannen und Unfällen auf den wenigen Nothaltebuchten sind, wird es gefährlich.

Die effektiven Auswirkungen des Projekts auf Verkehrsaufkommen, Lärmemissionen etc. werden im Laufe der Zeit klar werden. Wir rechnen nicht mit einer massiven Verkehrszunahme, auch da die PUN beim Anschluss Ostring nicht durchgehend ist. Bei den Lärmemissionen könnte es dank den Massnahmen lokal zu Verbesserungen kommen, andernorts aber auch zu Verschlechterungen durch den Mehrverkehr. Im Vergleich zu anderen geplanten Ausbauprojekten in der Region sind die Auswirkungen aber gering.

Link auf Seite ASTRA: www.pannenstreifen-a6.ch